Jeder und Jede ist wichtig – von Josef lernen

Am Donnerstag 19. März ist Josefstag. In der kath. Kirche und in vielen Regionen wird dieser Tag groß gefeiert.

Eigentlich verwunderlich, denn von Josef wird in der Bibel nicht viel erwähnt. Meistens ist er ein Mitläufer, denn in der Regel wird Josef nur mitgenannt: „Mann von Maria“ oder „Vater von Jesus“.

Wie ist es bei Ihnen? Werden Sie oft nur gesehen oder erwähnt, weil sie zu einer Berufsgruppe gehören oder das Kind, Partner, Partnerin einer bekannten Persönlichkeit sind oder aus einem Familienbetrieb stammen?

Oft stehen wir abseits – im Schatten der Anderen, des Anderen.

Wir möchten beachtet und ernst genommen werden.

Auch bei Josef haben wir oft den Eindruck, dass er nicht im Mittelpunkt steht und trotzdem können wir von ihm lernen.

Josef hat sich und Gott vertraut, wie z. B. in den Träumen als Gott zu ihm sprach und er verstand, was Gott ihm sagen wollte.

Er hält zu Maria, begleitet sie und beschützt sie auf den Weg nach Bethlehem und zurück. Bei der Geburt wird er erwähnt.

Josef war Handwerker. Als Statur oder auf Bildern wird Josef  mit Holzsäge und Hobel als Zimmermann dargestellt

Das hat er scheinbar gut gemacht, er war bekannt. Denn einmal steht nicht der „Vater von“, sondern es ist zu lesen, das ist „Jesus der Sohn vom Zimmermann.“

Und so werden wir am Josefstag erinnert, nicht nur auf alle zu schauen die Josef oder Josefine heißen und deshalb heute im Mittelpunkt stehen,

sondern auch auf die Menschen, die danebenstehen, mit einem anderen Rufnamen und wichtig sind. Wir können uns auch mal wieder bei denen melden, die wir in der letzten Zeit nicht gesehen haben. Vielleicht tut gerade jetzt ein Anruf gut.

Sie sollten nicht vergessen werden und nicht im Schatten stehen, denn jede und jeder zählt im Leben, egal wie klein oder groß die Talente und Fähigkeiten sind.


Renate Fuchs - Gemeindereferentin Biberach